Ich danke dem Leben (Gracias a la vida)

Ein künstlerisches Projekt mit Künstlerinnen und Künstler aus NRW und Chile.

Vorpremiére: Samstag, den 13. Januar 2007, 16:00 Uhr, Stadthalle, Kamen (NRW)

http://www.leonardo martinez

 

 

Das Lied ist ein Vogel...ohne Flugplan (Violeta Parra, Volkssängerin aus Chile)

Ich danke dem Leben, denn es gab mir so vieles.

Es gab mir sternklare Augen, und wenn ich sie öffne,

erkenne ich deutlich, was schwarz und was weiß ist

und die Sternentiefe des hohen Himmels

und in der Menge den Mann, den ich liebe.


ÜBER DEN UNTERSCHIED SINGE ICH / YO CANTO LA DIFERENCIA

„In Europa wurde sie entdeckt. Und von Paris aus begann sie ihre Lieder für die große Mehrheit in unserem Land zu schreiben, ihre Lieder gegen die Ungerechtigkeit, das Elend, Lieder, die den Feind anklagten und die Dinge beim Namen nannten. Sie war die Begründerin des gesellschaftlich engagierten Liedes in Chile, sie hat uns allen den Weg gewiesen, dem wir jetzt folgen“ (Victor Jara).

Ich danke dem Leben (Gracias a la vida) ist ein künstlerisches Projekt mit Künstlerinnen und Künstler aus NRW und Chile.
Violeta Parra: Frau – Geliebte und Mutter – Sammlerin von Volkskunst – Autorin – Liedermacherin – Gitarristin – Folkloreforscherin – Komponistin – Interpretin – Erneuerin und Bewahrerin des chilenischen Volksliedes – Hauptinitiatorin der Bewegung des Neuen Chilenische Liedes.
Ich danke dem Leben mit Lieder, Texte und Tänze über das Leben, der Mensch und die Natur – über die Gesellschaft – über Liebe, Leidenschaft und Verrat – über den Tod und ihre Erbe
Nicht wenige – vielleicht sogar die meisten – glauben immer noch, dass das Lied eine trivialere Gattung sei als das Gedicht. Doch ist vielleicht gerade das Lied in seiner klarer senge, seiner knappen Synthese die Dichtung, die am schwierigsten zu machen ist. Violeta war eine große Dichterin, eine der großen unter den größten Amerikas, die sich in Musik ausdrückten.

Ich singe wie die, die mich gebar,

wenn ich was zu sagen habe.

Ich bin wirklich kein Exemplar,

das Applaus zwingt mit Gehabe,

ich singe den kleinen Unterschied

zwischen dem, was ist, und den falschen Dingen,

denn sonst brauch ich gar nicht erst zu singen.

(Aus Über den Unterschied sing ich)